Wenn es plötzlich schwarz vor Augen wird

Plötzlich ist da nur noch Dunkelheit – das kann beängstigend sein. Wenn Ihnen schwarz vor Augen wird, handelt es sich meist um eine vorübergehende Ohnmacht, auch Synkope genannt. In den meisten Fällen ist das harmlos, entsteht aber durch eine kurze Durchblutungsstörung im Gehirn.

Die häufigste Ursache ist eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems, das den Kreislauf regelt. Das passiert oft nach längerem Stehen, bei Hitze oder starkem Schreck. Man spricht dann von einer kreislaufbedingten Synkope. Der Körper reagiert mit einem kurzzeitigen Blutdruckabfall, das Gehirn bekommt vorübergehend zu wenig Sauerstoff – und die Welt wird schwarz.

Doch nicht jede Ohnmacht ist gleich. Manchmal stecken ernsthafte Gründe dahinter: Ein Herzrhythmusproblem, eine Unterzuckerung – besonders bei Diabetikern – oder seltener eine Epilepsie. Wer mehrmals ohnmächtig wird, Schmerzen in der Brust verspürt oder beim Sturz verletzt wurde, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Vor einer Ohnmacht gibt es oft Warnzeichen: Schwindel, Schwitzen, Übelkeit oder ein mulmiges Gefühl im Magen. Wer das kennt, sollte in solchen Momenten schnell sitzen oder liegen, um Stürze zu vermeiden.

Wenn Schwarzwerden vor Augen selten passiert und schnell vorbeigeht, ist meist nichts weiter dabei. Aber Vorsicht: Bei wiederholten Vorfällen, besonders mit weiteren Symptomen, ist ärztliche Abklärung wichtig – lieber einmal zu oft hingehen als zu spät.

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