Was hilft gegen den Moro-Reflex bei Babys?
Der sogenannte Moro-Reflex ist bei Neugeborenen völlig normal. Zeigt sich das Baby plötzlich erschrocken, reißt Arme und Beine nach oben und beginnt vielleicht sogar zu weinen, handelt es sich oft um diesen angeborenen Reflex. Er tritt meist in den ersten Lebenswochen auf – besonders, wenn das Kind unerwartet laute Geräusche wahrnimmt oder das Gefühl hat, zu fallen.
Viele Eltern fragen sich: Was kann man dagegen tun? Eine bewährte Methode ist das Pucken. Dabei wird das Baby eng in eine spezielle Puckdecke gewickelt, sodass die Arme sanft am Körper liegen. Durch die geborgene Enge fühlt sich das Kind wie im Mutterleib und spürt Sicherheit. Gleichzeitig verhindert die Wicklung, dass die Arme reflexartig nach oben schnellen – was häufig zum Aufschrecken und Weinen führt.
Experten raten, das Pucken in den ersten Lebensmonaten zu nutzen, solange der Moro-Reflex aktiv ist. Meist verschwindet er von selbst, wenn das Baby drei bis vier Monate alt ist. Wichtig ist dabei, dass das Pucken richtig durchgeführt wird: Der Kopf muss frei bleiben, und das Baby sollte noch die Hüften und Knie leicht anwinkeln können, um einer Hüftdysplasie vorzubeugen.
Ein guter Tipp: Manche Babys beruhigen sich auch durch sanftes Wiegen oder das Tragen in einer Tragehilfe. Doch besonders beim Schlafen zeigt sich, dass Pucken vielen Säuglingen hilft, ruhiger und länger zu schlafen. Es ist kein Zeichen von Verzicht auf Freiheit, sondern von behutsamer Unterstützung in einer ganz neuen und oft überwältigenden Welt.
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