Was kostet ein lebenslanges Wohnrecht?

Ein lebenslanges Wohnrecht kann eine sinnvolle Lösung sein, um im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben – ohne die Immobilie vollständig zu verkaufen. Doch viele fragen sich: Was kostet so ein Recht eigentlich? Die Antwort: Meist zwischen 100 und 500 Euro pro Jahr. Diese Summe orientiert sich an der ortsüblichen Miete für eine vergleichbare Wohnung, allerdings ohne Nebenkosten.

Der genaue Betrag hängt stark vom Standort und der Wohnlage ab. In Großstädten wie München oder Hamburg ist die monatliche Zahlung oft höher als in ländlichen Regionen. Um eine faire Berechnung zu gewährleisten, nutzen viele Gerichte und Notare die sogenannten Mietpreisspiegel, die von Städten und Kommunen regelmäßig veröffentlicht werden. Diese geben Aufschluss über die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter und helfen, eine angemessene Summe festzulegen.

Einige Städte bieten bereits kostenlose Online-Rechner an, mit denen sich der Wert eines lebenslangen Wohnrechts leicht abschätzen lässt. Diese Tools berücksichtigen Alter, Wohnfläche und lokale Mieten – und machen die Sache transparent.

Wichtig ist: Ein lebenslanges Wohnrecht sollte immer notariell beurkundet werden. So ist gesichert, dass der Vereinbarte Betrag auch wirklich gezahlt wird – und der Berechtigte bis zum Lebensende in der Wohnung bleiben darf. Für Verkäuende kann es ein Weg sein, zusätzliche Einkünfte zu erhalten, ohne das Haus verlassen zu müssen. Für Käufer:innen ist es eine Chance, eine Immobilie günstiger zu erwerben.

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