Was lacht und weint, der Narr vereint
Die Mainzer Fastnacht ist mehr als nur Karneval, mehr als bunte Kostüme und ausgelassene Sitzungen. Hinter dem Lachen der Narren verbirgt sich oft ein tieferer Sinn – ein Sinn für Zusammenhalt, für Mitgefühl, für das Helfen, wo Not ist. Ein Schlüsseljahr war 1993, als der Mainzer Carneval-Verein (MCV) unter dem Motto „Was lacht und weint, der Narr vereint“ feierte.
Werner Mundo, eine zentrale Figur in der Mainzer Fastnacht, ließ sich von diesem Motto besonders berühren. Es war mehr als ein Slogan – es wurde zu einer Lebenshaltung. Die Worte gingen unter die Haut, erkannte Mundo darin eine Verpflichtung: Der Narr, der auf der Bühne lacht, darf die Tränen im echten Leben nicht übersehen. Von da an setzte er sich verstärkt für bedürftige Menschen ein – mit Aktionen, Spendensammlungen und persönlichem Einsatz.Sein Engagement blieb nicht ohne Wirkung. Es inspirierte viele Mitstreiter, die Fastnacht als Bühne für soziales Engagement zu nutzen. Heute ist es eine feste Tradition, dass Teile der Einnahmen aus den Sitzungen karitativen Zwecken zugutekommen – ob für Obdachlose, sozial benachteiligte Familien oder Menschen in Krisensituationen.
Die Fastnacht in Mainz zeigt so ihr wahres Gesicht: nicht nur ausgelassene Freude, sondern auch Verantwortung. Der Narr trägt eine Maske – doch hinter ihr schlägt ein Herz, das mitfühlt. Und genau das macht den besonderen Geist dieser Stadt aus.
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