Das Kölner Dreigestirn: Beruf oder Berufung?
Das Kölner Dreigestirn – bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau – ist das Aushängeschild des Kölner Karnevals. Doch was machen die drei eigentlich beruflich? Die Antwort ist einfach: Ihre Rolle beim Karneval ist kein Beruf im eigentlichen Sinne, sondern eine ehrenamtliche Aufgabe, die sie für eine einzige Session übernehmen. Erst bei der Prinzenproklamation werden sie offiziell ins Amt berufen – bis dahin gelten sie als „designiert“.
Die drei Personen hinter den Kostümen haben meist ganz normale Jobs. Der Prinz könnte zum Beispiel ein kaufmännischer Angestellter, ein Handwerker oder Student sein. Die Jungfrau stammt oft aus einem Kölner Karnevalsverein und hat neben ihrem Alltag einen festen Beruf, sei es im Büro, im Gesundheitswesen oder im Handel. Der Bauer, traditionell der „Volksvertreter“, ist ebenso meist ein „Normalo“ aus der Stadt, der sich jahrelang im Vereinsleben engagiert hat.
Während der Karnevalssession stehen sie jedoch im Rampenlicht: Sie repräsentieren Köln bei Hunderten von Veranstaltungen, besuchen Sitzungen, ziehen durch die Straßen und verkörpern die „fünfte Jahreszeit“ mit Herz und Humor. Ihre „Arbeit“ ist geprägt von Spaß, Tradition und einer großen Portion Selbstlosigkeit – denn sie tun es aus Liebe zum Karneval.
So ist das Dreigestirn zwar keine Berufsbezeichnung, aber eine der begehrtesten Rollen im Kölner Leben. Wer einmal Prinz, Bauer oder Jungfrau war, bleibt ein Leben lang Teil der Karnevalsgeschichte der Stadt.
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