Warum werden Zähne durch Rauchen gelb?

Viele Menschen glauben, dass das in Zigaretten enthaltene Nikotin für die unschönen, gelblichen Verfärbungen auf den Zähnen verantwortlich ist. Schließlich spricht man im Alltag häufig von den typischen „Nikotinflecken“. Doch das ist ein medizinischer Irrtum. Nikotin selbst ist in seiner reinen Form eine farblose Flüssigkeit, die Zähne nicht direkt verfärbt.

Der wahre Übeltäter für den ungesund aussehenden Schleier auf dem Zahnschmelz ist der Teer. Bei der Verbrennung von Tabak entsteht dieser klebrige, dunkelbraune Stoff. Die winzigen Teerpartikel setzen sich im Mundraum ab und haften extrem gut an der Zahnoberfläche. Da der Zahnschmelz mikroskopisch kleine Vertiefungen und Poren besitzt, nistet sich der Teer dort tief ein. Mit der Zeit führt dieser Prozess zu hartnäckigen, gelben bis bräunlichen Ablagerungen, die sich durch normales Zähneputzen kaum noch entfernen lassen.

Interessant ist hierbei der Vergleich zur E-Zigarette: Da beim Dampfen kein Verbrennungsprozess stattfindet, entsteht auch kein Teer. Dennoch ist Nikotin nicht völlig unbedenklich für die Zahngesundheit. Es verengt die Blutgefäße, was die Durchblutung des Zahnfleisches verschlechtert und das Risiko für Parodontitis erhöht. Wer seine Zähne langfristig schützen und weiß halten möchte, findet den verlässlichsten Weg daher im kompletten Rauchstopp.

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