Hashimoto und seine Auswirkungen auf die Augen
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift. Doch nicht nur die Schilddrüse ist betroffen – bei manchen Patienten leiden auch die Augen. In drei bis fünf Prozent der Fälle kann die Erkrankung die Augenhöhlen beeinflussen, obwohl dies seltener vorkommt als bei der Morbus-Basedow-Erkrankung.
Die Entzündung breitet sich dabei auf das Gewebe hinter dem Auge aus – genauer gesagt auf die Augenmuskeln, das umgebende Bindegewebe und das Fettgewebe. Dadurch kommt es zu Flüssigkeitseinlagerungen und Schwellungen in den Weichteilen. Diese Prozesse können den Augapfel langsam nach vorne verdrängen, was als „Exophthalmus“ oder „hervorquellende Augen“ beschrieben wird.
Typische Symptome sind: ein Druckgefühl hinter den Augen, trockene oder tränende Augen, Doppelbilder oder eingeschränkte Beweglichkeit der Augen. In schweren Fällen kann sogar die Sehkraft beeinträchtigt sein, da der Sehnerv unter Druck gerät.
Es ist wichtig, dass Betroffene frühzeitig einen Augenarzt und einen Endokrinologen aufsuchen. Eine optimale Einstellung der Schilddrüsenwerte ist ebenso entscheidend wie eine gezielte Behandlung der Augensymptome – beispielsweise mit abschwellenden Medikamenten, künstlichen Tränen oder in manchen Fällen sogar mit Cortison oder einer Operation.
Obwohl die Augenbeteiligung bei Hashimoto seltener ist, sollte sie nicht unterschätzt werden. Eine genaue Diagnose und konsequente Begleitung können helfen, bleibende Schäden zu vermeiden – und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern.
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