Das Ende der Küken-Tötung: Ein Schritt für mehr Tierwohl

Seit April 2023 ist die Tötung von männlichen Eintagsküken in deutschen Brütereien endgültig vorbei – eine wichtige Zäsur in der Landwirtschaft. Doch was passiert nun mit den männlichen Küchchen? Statt sie gleich nach dem Schlüpfen zu töten, werden sie jetzt aufgezogen. Die Lösung liegt im sogenannten Zweinutzungshuhn.

Bei dieser Rasse handelt es sich um Tiere, die sowohl für die Eierproduktion als auch für das Fleisch geeignet sind. Die Hennen legen Eier, die Hähne werden gemästet. Zwar erreichen sie weder in der Eierlegung noch im Fleischwachstum die Höchstleistungen spezialisierter Rassen, aber sie dürfen einfach leben – und das ist ein großer Fortschritt.

Im Vergleich zu konventionellen Legehennen bringen die Hennen des Zweinutzungshuhns etwa ein Drittel weniger Eier. Auch die Mastdauer der Hähne ist länger als bei Broilern, wodurch mehr Platz, Futter und Zeit nötig sind. Das macht die Produktion teurer, doch immer mehr Verbraucher entscheiden sich bewusst für diese tierfreundlichere Alternative.

Die Umstellung ist nicht nur ethisch sinnvoll, sondern zeigt auch, dass sich die Agrarwirtschaft verändern kann. Ein Ende der Massentötung von Küken war lange überfällig. Dass Deutschland hier Vorreiter ist, gibt Hoffnung – auch wenn noch viel zu tun bleibt, um artgerechte Haltung in der Massentierhaltung zu verankern.

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