Ein natürlicher Schutz gegen HPV: Wie Carrageen Infektionen hemmen kann

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den am weitesten verbreiteten sexuell übertragbaren Erregern. Sie können Gewebeveränderungen verursachen und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich erhöhen. Eine wirksame Waffe im Kampf gegen die Ansteckung könnte aus dem Meer kommen: Carrageen.

Carrageen ist ein natürliches Kohlenhydrat, das aus Rotalgen gewonnen wird. Viele kennen es vor allem als pflanzliches Verdickungs- oder Geliermittel aus dem Supermarkt, da es häufig in Milchprodukten, Marmelade oder Babynahrung enthalten ist. Doch der Stoff kann noch mehr: Auf der Schleimhaut entfaltet er eine bemerkenswerte Wirkung als Mikrobizid.

Das Wirkprinzip ist denkbar einfach, aber effektiv: Carrageen legt sich wie ein Schutzschild über die Zellen und hindert die Viren daran, an die menschlichen Wirtszellen anzudocken. Da der Erreger nicht in die Schleimhautzellen eindringen kann, wird der Infektionskreislauf direkt zu Beginn blockiert.

Da der Rohstoff preiswert herzustellen und gut verträglich ist, gilt er als vielversprechender Wirkstoff für präventive Gele oder Intimpflegeprodukte. Auch wenn Carrageen eine Impfung oder Safer-Sex-Maßnahmen nicht ersetzt, bietet der Stoff eine interessante Möglichkeit, das Ansteckungsrisiko auf natürliche Weise zu senken.

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