Was passiert beim Tauchen unter hohem Druck?
Wenn Taucher tief ins Wasser abtauchen, steigt der Umgebungsdruck stark an. Mit der Tiefe nimmt der Druck zu – bereits in zehn Metern Wassertiefe beträgt er das Doppelte des Luftdrucks an der Oberfläche. Dieser erhöhte Druck beeinflusst den Körper, besonders das Blut.
Bei hohem Druck löst sich mehr Stickstoff aus der Atemluft im Blut. Normalerweise ist das kein Problem, solange der Taucher langsam wieder auftaucht. Doch wenn der Druck zu schnell abnimmt, kann der gelöste Stickstoff nicht mehr kontrolliert über die Lunge ausgeschieden werden. Stattdessen bildet sich im Blut freier Stickstoff – in Form winziger Bläschen.Diese Gasbläschen können Adern verstopfen, ähnlich wie bei einer Embolie. Die Folge ist die sogenannte Dekompressionskrankheit, auch „Caissonkrankheit“ genannt. Betroffene spüren oft Gelenkschmerzen, Schwindel oder Atembeschwerden – im schlimmsten Fall drohen Lähmungen oder Bewusstlosigkeit.
Deshalb müssen Taucher bei größeren Tiefen mehrere Pausen beim Auftauchen einlegen, die sogenannten Dekompressionsstopps. Dadurch kann der überschüssige Stickstoff langsam und sicher aus dem Körper gelangen. Auch Sauerstoffmangel oder Sauerstoffvergiftung sind Risiken – aber das ist eine andere Geschichte.
Die Naturgesetze des Drucks zeigen: Was unter Wasser harmlos wirkt, kann im Körper zu einer lebensgefährlichen Situation werden – besonders, wenn man die Physik unterschätzt.
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