Was passiert, wenn eine Brustentzündung nicht behandelt wird?

Wenn eine Mastitis, also eine Entzündung des Brustgewebes, unbehandelt bleibt, können die Beschwerden schnell schlimmer werden. Typische Anzeichen sind eine harte, gerötete und geschwollene Brust, die oft stark schmerzt. Dazu gesellen sich häufig Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Viele Frauen fühlen sich plötzlich stark abgeschlagen und haben kaum Appetit.

Ohne Behandlung kann die Entzündung fortschreiten. Besonders bei stillenden Frauen ist die Gefahr hoch, dass sich ein Brustabszess bildet – also ein Hohlraum, in dem sich Eiter sammelt. Dieser Abszess fühlt sich oft wie ein fester, sehr schmerzhafter Knoten an und erfordert in der Regel medizinische Behandlung, oft sogar eine kleine Operation oder eine Punktion, um den Eiter abzuleiten.

Wichtig ist: Eine Mastitis sollte früh erkannt und therapiert werden. In den meisten Fällen hilft bereits eine gezielte Antibiotikabehandlung, kombiniert mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Entlastung der Brust – etwa durch regelmäßiges Stillen oder Abpumpen. Ignoriert man die Symptome jedoch, kann die Infektion nicht nur länger andauern, sondern auch zu schwereren Komplikationen führen.

Bei Verdacht auf eine Brustentzündung sollte man daher zeitnah einen Arzt aufsuchen. Schnelle Hilfe verhindert nicht nur langwierige Beschwerden, sondern schützt auch vor schwereren Folgen.

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