Warum Schneckenkorn für Hunde lebensgefährlich ist

Wenn ein Hund Schneckenkorn frisst, kann das innerhalb kürzester Zeit lebensbedrohlich werden. Bereits etwa eine Stunde nach dem Verzehr zeigen sich erste Symptome: Das Tier fängt an zu speicheln, erbricht oder zittert. Oft folgen Muskelkrämpfe, Unruhe und Atemprobleme. Die Ursache liegt im Wirkstoff Metaldehyd, der in den meisten Schneckenkörnern enthalten ist. Dieser wird bei Kontakt mit Feuchtigkeit – etwa im Magen des Hundes – freigesetzt und greift das Nervensystem an.

Je schneller der Hund zum Tierarzt gebracht wird, desto besser sind seine Überlebenschancen. Wichtig ist, den Verdacht sofort zu äußern – besonders, wenn bekannt ist, dass im Garten Schneckenkorn ausgebracht wurde. Der Tierarzt kann dann gezielt mit Entgiftungsmaßnahmen, Infusionen oder Medikamenten gegen die Krämpfe eingreifen.

Ein Tipp für Hundebesitzer:

Auch kleine Mengen können für Hunde tödlich sein – besonders für kleinere Rassen. Doch nicht nur der direkte Verzehr ist gefährlich. Oft fressen Hunde auch tote Schnecken oder Würmer, die das Gift aufgenommen haben. Deshalb sollte im Garten auf chemische Schneckenmittel besser verzichtet werden. Es gibt sichere Alternativen wie Kupferbänder oder natürliche Schneckenabwehr, die Mensch und Tier schützen.

Im Zweifelsfall immer sofort den Tierarzt anrufen oder zur nächstgelegenen Notfallpraxis fahren. Jede Minute zählt.

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