Was passiert bei 10 Jahren fehlender Steuererklärung?

Wenn jemand zehn Jahre lang keine Steuererklärung abgegeben hat, kann das ernste Konsequenzen haben – vorausgesetzt, die Person war überhaupt zur Abgabe verpflichtet. Nicht jeder muss automatisch jedes Jahr eine Steuererklärung einreichen. Doch wer beispielsweise ein zu versteuerndes Einkommen hat, das über der Freigrenze liegt, zu selbstständigen Einkünften verpflichtet ist oder Kindergeld bezieht, sollte seine Steuererklärung regelmäßig einreichen.

Wer verpflichtet war und nichts abgibt, riskiert Nachzahlungen mit Zinsen, Versäumniszuschläge und im schlimmsten Fall sogar ein Strafverfahren. Das Finanzamt kann bei Verdacht auf Steuerhinterziehung sogar eine Steuerfahndung einleiten. Allerdings gilt: Nach zehn Jahren verjähren die meisten steuerrechtlichen Ansprüche – außer bei besonders schwerwiegenden Fällen wie arglistiger Täuschung.

Dennoch ist es nie zu spät, um das Problem aktiv anzugehen. Wer von sich aus auf das Finanzamt zugeht und die unterlassenen Erklärungen nachholt, kann oft Strafen reduzieren oder ganz vermeiden. Das Finanzamt belohnt Kooperationsbereitschaft oft mit Milde – besonders wenn keine vorsätzliche Hinterziehung vorliegt.

Ein Steuerberater kann dabei helfen, die Situation einzuschätzen und die rückständigen Erklärungen zu erstellen. Oft lohnt sich das: Manchmal ergibt sich durch Werbungskosten oder Sonderausgaben sogar eine Erstattung statt einer Nachforderung. Wichtig ist: Je früher man handelt, desto besser. Ignorieren macht es nur schlimmer.

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