Was passiert bei fehlender Krankenversicherung?
Wer zwei Wochen lang ohne Krankenversicherung bleibt, riskiert mehr, als viele denken. In Deutschland gilt die Krankenversicherungspflicht für fast alle Bürger. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, handelt zwar nicht automatisch strafbar, muss aber mit erheblichen Konsequenzen rechnen.
Beitragsschulden häufen sich schnell an, selbst bei kurzen Lücken. Die gesetzliche Krankenkasse berechnet rückwirkend die Beiträge für die unversicherte Zeit. Kommt der Versicherte nicht freiwillig zur Kasse, kann es unangenehm werden: Im Zweifelsfall treibt der Zoll die offenen Beträge ein – beispielsweise durch eine Kontopfändung. Das ist zwar kein Strafverfahren, aber eine deutliche finanzielle Belastung.
Wer längere Zeit unversichert bleibt, muss außerdem mit Säumniszuschlägen rechnen. Diese fallen zusätzlich zu den regulären Beiträgen an und können die Gesamtsumme deutlich erhöhen. Und auch der Zugang zur medizinischen Versorgung kann eingeschränkt sein – zwar notfallmäßig wird immer geholfen, doch geplante Behandlungen können verzögert oder nur gegen Vorkasse durchgeführt werden.
Eine kurzfristige Lücke von zwei Wochen mag im ersten Moment harmlos erscheinen. Doch gerade bei Jobwechseln, Auslandsaufenthalten oder zwischen zwei Versicherungen kann es schnell zu solchen Situationen kommen. Wer vorsorgen möchte, sollte daher rechtzeitig klären, wie die Versicherung nahtlos weiterläuft – etwa durch eine private Übergangsversicherung oder eine schnelle Anmeldung bei der neuen Kasse.
Regelmäßige Absicherung lohnt sich – nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für den Geldbeutel.
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