Was passiert, wenn man abgelaufene Lebensmittel isst?

Ein Blick auf das Etikett – und das Herz sinkt: Das Verfallsdatum ist überschritten. Viele Menschen kennen diese Situation, besonders bei empfindlichen Produkten wie Hackfleisch oder Fisch. Hier wird oft ein „zu verbrauchen bis“-Datum angegeben, das nicht leichtfertig ignoriert werden sollte.

Dieses Datum existiert aus gutem Grund: Es warnt vor einer möglichen Gesundheitsgefahr. Lebensmittel, die danach verzehrt werden, können mit Keimen belastet sein, die unsichtbar sind, aber starken Durchfall, Übelkeit oder sogar Lebensmittelvergiftungen auslösen können. Besonders Tierprodukte wie Fleisch, Fisch, Milch oder frische Wurst sind anfällig für schnelle Bakterienvermehrung, sobald sie zu lange gelagert werden.

Anders sieht es manchmal bei „Mindesthaltbarkeitsdaten“ aus – jenem „am besten bis“-Hinweis, den man auf Müslipackungen oder Dosen findet. Diese bedeuten meist nur, dass Qualität und Geschmack nach diesem Zeitpunkt nachlassen können, nicht zwangsläufig, dass das Produkt gefährlich ist. Doch bei leicht verderblichen Waren ist Vorsicht geboten.

Ein bloßes Riechen oder Schmecken reicht nicht, um zu prüfen, ob ein abgelaufenes Produkt noch sicher ist – schädliche Keime wie Salmonellen oder EHEC sind geruchlos. Deshalb gilt: Wenn das „zu verbrauchen bis“-Datum überschritten ist, ist das Wegwerfen die sicherste Entscheidung.

Die Faustregel lautet also: Beim Verbrauchsdatum streng, beim Mindesthaltbarkeitsdatum etwas gelassener – aber immer mit gesundem Menschenverstand. Gesundheit geht vor, besonders wenn es um verderbliche Lebensmittel geht.

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