Warum kleben Haare am Luftballon?

Wer als Kind schon mal einen Luftballon an seinen Haaren gerieben hat, kennt das verblüffende Ergebnis: Die Haare stellen sich plötzlich auf und folgen dem Ballon, als wäre er ein Magnet. Das hat nichts mit Zauberei zu tun, sondern mit elektrischer Aufladung.

Beim Reiben des Luftballons an den Haaren passiert etwas ganz Kleines, das aber große Wirkung zeigt. Der Luftballon nimmt durch die Reibung Elektronen von den Haaren auf – das sind winzige Teilchen mit negativer elektrischer Ladung. Dadurch wird der Ballon negativ geladen. Die Haare verlieren hingegen diese Elektronen und werden dadurch positiv geladen.

Weil sich entgegengesetzte Ladungen anziehen, kleben die Haare jetzt förmlich am Ballon. Man sieht förmlich, wie einzelne Strähnen dem Ballon folgen, wenn man ihn langsam wegbewegt. Dieses Phänomen nennt man elektrostatische Anziehung – genauso, wie manchmal eine Wolldecke im Dunkeln kleine Funken schlägt.

Interessanterweise hält dieser Effekt nur eine Weile an. In feuchter Luft zum Beispiel entlädt sich der Ballon schneller, weil Wasser die überschüssige Ladung abführen kann. An trockenen Wintertagen dagegen funktioniert der „Haare-aufstellen“-Trick besonders gut.

Der Versuch zeigt auf spielerische Weise, wie unsichtbare Kräfte wie Elektrizität im Alltag wirken – und warum Wissenschaft manchmal ganz schön staunen lässt.

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