Was passiert, wenn man Pflanzen mit heißem Wasser gießt?

Heißes Wasser kann Pflanzen schwer schädigen – besonders empfindliche Arten. Schon Temperaturen über 40 Grad können die feinen Wurzeln beeinträchtigen, die für die Wasseraufnahme zuständig sind. Gießt man mit wirklich heißem Wasser, etwa direkt aus dem Hahn oder sogar kochend, wird nicht nur die Wurzel angegriffen, sondern auch der sichtbare Teil der Pflanze.

Die Hitze zerstört die Zellen der Blätter und Stängel, besonders bei zarten Pflanzen. Dadurch kann die Photosynthese, also die lebenswichtige Umwandlung von Licht in Energie, nicht mehr stattfinden. Die Pflanze welkt, die Blätter färben sich braun und sie stirbt letztlich ab – ähnlich wie bei einer Verbrennung.

Interessanterweise nutzen einige Gärtner genau diesen Effekt gezielt gegen Unkraut auf Gehwegen oder in Fugen. Kochendes Wasser wird direkt auf den Wuchs gegossen, um das Unkraut zu töten. Es ist eine chemiefreie Methode, aber sie tötet nicht nur das Unkraut, sondern auch nützliche Pflanzen oder Mikroorganismen im Boden ab, wenn es zu stark eingesetzt wird.

Im Gemüsebeet oder beim Gießen von Topfpflanzen ist heißes Wasser also tabu. Besser: lauwarmes oder Raumtemperatur-Wasser verwenden, um Pflanzen gesund zu halten. So bleibt die Zellstruktur intakt und die Pflanze kann ihre volle Kraft entfalten.

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