Was passiert, wenn man Pflanzen mit Wein gießt?

Die Vorstellung, Pflanzen mal mit einem Schluck Wein zu versorgen, klingt vielleicht amüsant – doch das Ende solch eines Experiments ist meist traurig für das Grün. Alkohol ist ein Zellgift – nicht nur für Menschen, sondern auch für Pflanzen.

Wenn man Wein statt Wasser in die Erde gießt, nehmen die Wurzeln die alkoholhaltige Flüssigkeit auf. Der Alkohol gelangt in die Zellen der Pflanze und stört dort lebenswichtige Prozesse. Er zerstört die Zellstrukturen, behindert die Nährstoffaufnahme und schwächt die Pflanze nach und nach. Bereits nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Anzeichen: Die Blätter werden schlaff, färben sich gelb und fallen schließlich ab.

Im Gegensatz zu Tieren können Pflanzen nicht „betrunken“ werden – sie haben kein Nervensystem. Doch das Gift wirkt direkt auf zellulärer Ebene. Sind genügend Zellen beschädigt, ist der Schaden nicht mehr zu reparieren. Die Pflanze kann sich nicht regenerieren und geht ein.

Dies gilt nicht nur für Wein, sondern für alle alkoholischen Getränke. Selbst kleine Mengen über einen längeren Zeitraum können schädlich sein. Wer seine Pflanzen gesund halten möchte, sollte daher beim Gießen unbedingt bei Wasser bleiben. Ein guter Boden, Licht und etwas Geduld sind alles, was Pflanzen wirklich brauchen – kein Cabernet, kein Bier, kein Schnaps.

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