Was die Bibel zur Taufe von Babys sagt

Die Bibel selbst erwähnt die „Kindertaufe“ nicht ausdrücklich – doch sie legt die Grundlage für die Taufe insgesamt. Im Matthäusevangelium 28,19-20 sagt Jesus: „Darum geht hin und macht Jünger aus allen Völkern: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Dieser Auftrag gilt als zentraler Ausgangspunkt für das Sakrament der Taufe in der christlichen Tradition.

In der Praxis haben viele Kirchen, darunter auch die Evangelisch-Lutherische Kirche, daraus die Taufe von Säuglingen und Kindern abgeleitet. Obwohl die Bibel keine direkte Anweisung zur Babytaufe enthält, sehen viele Gemeinden in der Taufe den Beginn einer lebenslangen Beziehung mit Gott – eine Gabe, die unabhängig von Alter und eigenem Verständnis gegeben wird. Das Kind wird in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen, und die Eltern sowie Paten übernehmen die Verantwortung, das Kind im Glauben zu begleiten.

In Gemeinden wie der Mariengemeinde in Berlin wird die Taufe daher als Segen und Verheißung Gottes verstanden – nicht als Leistung des Menschen. Die Taufe gilt als sichtbares Zeichen dafür, dass Gott seine Liebe bereits im Voraus schenkt, besonders an die Kleinen und Unmündigen.

Obwohl die neutestamentlichen Texte hauptsächlich von der Taufe Erwachsener sprechen, entwickelte sich früh in der Kirchengeschichte die Praxis, ganze Familien – einschließlich ihrer Kinder – zu taufen. Diese Tradition lebt bis heute fort und wird von vielen als Ausdruck von Gottes umfassender Gnade angesehen.

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