Wie man mit einem launischen Menschen spricht – einfühlsam und richtig
Wenn jemand gerade launisch ist, ist die erste Instinktreaktion oft, die Stimmung wegzureden. Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm“ oder „Mach dir nichts draus, morgen sieht alles besser aus“ klingen hilfreich, können aber genau das Gegenteil bewirken. Wer sich gesehen fühlen möchte, fühlt sich dann oft verstanden – und das verschärft die Stimmung nur.
Stattdessen hilft es, einfach zuzuhören und die Gefühle anzuerkennen. Ein einfaches „Ich verstehe, dass dich das gerade richtig beschäftigt“ oder „Es ist nachvollziehbar, dass du jetzt so fühlst“ kann Wunder wirken. Damit signalisierst du: Ich bin da, ich nehme dich ernst – auch wenn ich die Situation anders sehen würde.
Manchmal braucht es keine Lösungen, nur ein offenes Ohr. Wer sich gesehen fühlt, beruhigt sich meist von allein. Und wenn doch mal ein kleiner Witz oder eine sanfte Ablenkung hilft – zum Beispiel ein Spaziergang oder ein gemeinsames Getränk –, dann kommt der bessere Zustand oft wie von selbst.
Die Kunst liegt darin, da zu sein, ohne zu bewerten. Nicht alles muss gleich besser werden. Manchmal reicht es, wenn jemand einfach sagen kann: „Ja, das ist gerade echt schwer – und ich bin hier.“
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