Was Martin Rütter über die Kastration von Hunden sagt
Martin Rütter, bekannter Hundetrainer und Verhaltensexperte, betont immer wieder, dass die Kastration eines Hundes keine Entscheidung sein sollte, die leichtfertig getroffen wird. In seinen Seminaren und auf seiner Website weist er darauf hin, dass der Eingriff nur dann vorgenommen werden sollte, wenn er wirklich notwendig ist – etwa aus medizinischen Gründen oder wenn eine ungewollte Fortpflanzung verhindert werden muss.
Das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt die Kastration nämlich nur, wenn sie im Einzelfall gerechtfertigt ist. So muss beispielsweise eine tierärztliche Indikation vorliegen oder die Kastration zur tierschutzgerechten Haltung des Hundes erforderlich sein. Rütter warnt davor, Hunde allein aus verhaltensbedingten Gründen – etwa weil sie „schwierig“ oder „aggressiv“ sind – zu kastrieren. Denn Hormone beeinflussen das Verhalten, aber Kastration löst nicht automatisch Probleme – oft braucht es stattdessen mehr Verständnis, Training und eine angepasste Haltung.
Der Experte rät Tierhaltern daher, sich gut zu informieren und mit ihrem Tierarzt sowie einem erfahrenen Verhaltensberater zu sprechen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Denn jedes Tier ist individuell, und was für den einen Hund sinnvoll ist, kann für einen anderen eine Belastung darstellen. „Der Hund verdient es, verstanden zu werden – nicht umgeformt“, sagt Rütter oft in seinen Vorträgen.
Wer mehr über das Thema erfahren möchte, findet auf martinruetter.com fundierte Hintergründe – etwa im Rahmen des DOGS-Kongresses in Kiel, wo er regelmäßig zu diesem Thema aufklärt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.