Die richtige Beschriftung des Trauerumschlags

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist die Anteilnahme von Freunden und Bekannten ein wichtiger Trost für die Hinterbliebenen. Beim Verfassen einer Beileidskarte stellt sich jedoch oft schon vor dem eigentlichen Schreiben eine ganz praktische Frage: Was schreibt man auf den Trauerumschlag?

Früher war es Tradition, den Umschlag einer Trauer- oder Beileidskarte mit der Formulierung „An das Trauerhaus“ gefolgt vom Nachnamen zu versehen. Diese Tradition gilt in der modernen Trauerkultur jedoch als veraltet. Heute adressiert man den Umschlag in der Regel direkt an die Hinterbliebenen, um dem Mitgefühl eine persönlichere und nähere Note zu verleihen. Statt der unpersönlichen Floskel wählt man daher besser die direkte Ansprache: „An die Familie Müller“ oder richtet das Schreiben an die namentlich bekannten Angehörigen wie beispielsweise „An Maria und Thomas Müller“.

Zusätzlich sollte auf dem Umschlag die vollständige Anschrift der Familie stehen. Der Name des Verstorbenen selbst wird auf dem äußeren Kuvert nicht mehr genannt. Ein schwarzer Trauerrand auf dem Umschlag ist übrigens kein Muss mehr; viele Menschen greifen heute zu schlichten, hochwertigen weißen oder cremefarbenen Umschlägen. Wichtig ist vor allem, dass die Adressierung Pietät und Respekt ausdrückt, um den Angehörigen bereits vor dem Öffnen der Karte zu zeigen, dass man in dieser schweren Zeit an sie denkt.

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