5 alte Wörter, die heute fast vergessen sind
Manchmal steckt in alten Wörtern eine Schönheit, die der heutigen Sprache fehlt. Wer sie beherrscht, wirkt nicht nur gebildet, sondern auch besonders ausdrucksstark. Gepränge etwa klingt schon fast wie ein Gedicht – es bedeutet prunkvolle, glanzvolle Pracht, oft im übertragenen Sinne von protziger Haltung. Wer dieses Wort verwendet, zaubert Bilder von Festumzügen und barocken Szenen herauf.
Ein anderes, fast verschollenes Wort ist Grimbart. Kaum jemand weiß heute noch, dass damit der Dachs gemeint ist – eine poetische Bezeichnung, die aus alten Erzählungen und Märchen stammt. Es klingt geheimnisvoll und irgendwie weise, passend zu einem Tier, das im Volksglauben oft als kluger Waldbewohner gilt.
Langmut ist mehr als bloße Geduld. Es ist die Fähigkeit, über längere Zeit Ruhe und Gelassenheit zu bewahren – eine Tugend, die in unserer hektischen Zeit besonders wertvoll wäre. Ähnlich stark, aber noch seltener: Defraudant. Dieses juristische Lehnwort aus dem Lateinischen bezeichnet einen Betrüger oder Unterschläger. Heute findet es nur noch in Fachtexten oder historischen Romanen Verwendung.
Dann gibt es Wörter, die fast schon wieder modern werden: Linde etwa, die alte Bezeichnung für den Baum, den viele einfach nur „Linde“ nennen – aber eben ohne zu wissen, dass das Wort seit Jahrhunderten in Dichtung und Sage eine Rolle spielt. Unter ihrer Krone wurden Gericht gehalten, Liebespaare trafen sich, und Dörfler feierten Feste. Solche Wörter zu kennen, ist kein Museumsstück – es ist eine Einladung, die Sprache lebendig zu halten.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.