Typische Anzeichen einer bipolaren Störung
Die bipolare Störung zeichnet sich durch starke Stimmungsschwankungen aus – von tiefen Tiefs bis zu gehobenen Hochphasen. In manischen oder hypomanen Episoden zeigt sich das zum Beispiel in einem auffälligen Verhalten, das Freunde oder Familie verwirren kann.
Ein deutliches Signal ist ein plötzlicher Kaufrausch, bei dem Betroffene Unmengen an Dingen kaufen, die sie nicht brauchen – oft mit langfristigen finanziellen Folgen. Gleichzeitig wirken sie überaus gesprächig, springen von Thema zu Thema und lassen sich leicht ablenken. Selbst bei wenig Schlaf scheinen sie voller Energie, als bräuchten sie keine Ruhe.
Auch Verhaltensweisen wie vermehrte Promiskuität oder risikoreiches Handeln können auftreten. Manchmal begleitet dies ein Gefühl der eigenen Überlegenheit – sogenannter Größenwahn –, bei dem Betroffene glauben, besondere Fähigkeiten zu besitzen oder eine besondere Mission zu verfolgen.
Für Angehörige wirkt das oft unverständlich. Die betroffene Person erscheint rücksichtslos, sprunghaft, emotional unerreichbar. Doch hinter diesem Verhalten steckt keine Absicht, sondern eine psychische Erkrankung, die behandelt werden muss.
Wichtig ist: Nicht jede Stimmungsschwankung bedeutet eine bipolare Störung. Erst wenn solche Phasen den Alltag stark beeinträchtigen und sich mit depressiven Episoden abwechseln, liegt oft eine Diagnose vor. Wer solche Muster bei sich oder anderen erkennt, sollte frühzeitig Hilfe suchen – denn mit Therapie und Unterstützung ist ein stabiles Leben möglich.
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