Welche Lebensmittel sollten nicht aufgewärmt werden?
Manche Speisen besser ein zweites Mal erhitzen – sie können gesundheitliche Risiken bergen. Besonders kritisch ist gekochter Reis, der falsch gelagert wurde. Enthält er Bacillus cereus, ein hitzebeständiges Bakterium, das sich bei zu langer Raumtemperatur-Lagerung ausbreitet, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen – selbst nach erneutem Aufwärmen.
Auch Eierspeisen, die bereits einmal erhitzt wurden, gehören nicht in die Mikrowelle. Vor allem Rührei oder Omeletts lagern oft zu lange bei falscher Temperatur, wodurch sich Bakterien bilden können. Pilze sind ebenso empfindlich: Wurden sie nicht sofort nach dem Kochen richtig abgekühlt, verändern sich Eiweiße und können Verdauungsprobleme verursachen.
Altes Speiseöl sollte generell entsorgt werden. Beim mehrfachen Erhitzen entstehen schädliche Substanzen, die entzündungsfördernd wirken können. Auch Kartoffeln, besonders wenn sie bei Zimmertemperatur liegen geblieben sind, bieten Bakterien wie Clostridium eine ideale Brutstätte.
Spinat und andere blättrige Gemüsesorten enthalten viel Nitrat, das beim Lagern und erneuten Erhitzen zu Nitrit umgewandelt werden kann – besonders bei unsachgemäßer Lagerung. Dieses kann die Sauerstoffaufnahme im Blut beeinträchtigen.
Die Regel lautet: Frisch zubereiten, schnell abkühlen und innerhalb von 24 Stunden bei 70 °C oder höher erneut erhitzen – und auch dann nur einmal. Besonders bei den genannten Lebensmitteln lohnt es sich, Reste lieber zu entsorgen, statt zu riskieren.
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