Was tun gegen nächtlichen Harndrang? Hausmittel können helfen
Wer mehrmals pro Nacht aufstehen muss, um zur Toilette zu gehen, leidet unter nächtlichem Harndrang – eine Belastung für den Schlaf und das Wohlbefinden. Glücklicherweise gibt es einige einfache, natürliche Maßnahmen, die helfen können.
Ein ausgewogenes Trinkverhalten über den Tag hinweg ist entscheidend. Es ist wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen – am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Allerdings sollte man die Flüssigkeitszufuhr in den letzten zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen deutlich reduzieren. So bleibt der Körper ausreichend hydratisiert, ohne dass die Blase nachts überfordert wird.
Ein weiterer wichtiger Tipp: Verzichten Sie abends auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee oder Energy-Drinks sowie auf Alkohol. Beides wirkt harntreibend und kann die nächtliche Blasenaktivität verstärken. Stattdessen eignen sich beruhigende Kräutertees wie Kamille oder Baldrian – sie unterstützen nicht nur die Entspannung, sondern schonen auch die Blase.
Besonders bei älteren Menschen spielt zudem die Körperhaltung eine Rolle. Lag man den ganzen Tag mit erhöhten Beinen (z. B. beim Sitzen), kann sich Flüssigkeit in den Beinen sammeln. Beim Liegen abends wird diese dann oft nachts wieder freigesetzt und zur Blase geleitet. Regelmäßige Bewegung tagsüber kann dagegen helfen.
Wenn nächtlicher Harndrang trotz dieser Maßnahmen bestehen bleibt, ist ein Arztbesuch ratsam – denn hinter der Symptomatik können auch Erkrankungen wie eine vergrößerte Prostata, Diabetes oder eine Blasenschwäche stecken. Doch oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um wieder ruhig und erholsam durch die Nacht zu schlafen.
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