Was ist das Plusquamperfekt?
Das Plusquamperfekt ist eine grammatikalische Zeitform im Deutschen, die du verwendest, um über etwas zu sprechen, das schon vor einer anderen vergangenen Handlung abgeschlossen war. Einfach gesagt: Es geht um die „Vorvergangenheit“.
Wann benutzt man das Plusquamperfekt?Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte aus der Vergangenheit: „Ich hatte gerade gegessen, als das Telefon klingelte.“ Der Satzteil „Ich hatte gegessen“ steht im Plusquamperfekt – das Essen war also schon vorbei, bevor das Telefon klingelte. Ohne diese Zeitform wäre es schwer, den zeitlichen Ablauf klar darzustellen.
Bildet wird das Plusquamperfekt meist mit dem Präteritum des Hilfsverbs haben oder sein und dem Partizip II des Hauptverbs. Ob „haben“ oder „sein“ verwendet wird, hängt vom Verb ab – ähnlich wie beim Perfekt. Bei Verben der Bewegung oder beim Zustandswechsel ist oft „sein“ richtig: „Er war schon nach Hause gegangen, als sie kam.“
Im Alltag wird das Plusquamperfekt eher selten gesprochen – meistens greifen Muttersprachler stattdessen auf das Perfekt zurück. In schriftlichen Erzählungen, Berichten oder literarischen Texten ist es aber wichtig, um die Abfolge von Ereignissen präzise darzustellen.
Wenn du also einmal eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählst, in der etwas noch früher stattgefunden hat, ist das Plusquamperfekt deine beste Wahl.
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