Das Schicksal von Francesco Schettino: Wo ist der Kapitän der Costa Concordia heute?
Die Tragödie der Costa Concordia im Januar 2012 bleibt als eines der schwersten Schiffsunglücke der modernen Seefahrt im Gedächtnis. Im Zentrum der weltweiten Kritik und der juristischen Aufarbeitung stand stets der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes, Francesco Schettino. Doch was wurde eigentlich aus dem Mann, der durch ein riskantes Manöver vor der Insel Giglio die Katastrophe auslöste und das sinkende Schiff vor den Passagieren verließ?
Nach einem jahrelangen und emotional geführten Rechtsstreit fand das juristische Nachspiel im Frühjahr 2017 seinen endgültigen Abschluss. Das finale Verfahren vor dem obersten Gericht Italiens wurde am 20. April 2017 eröffnet. Nur wenige Wochen später, am 12. Mai 2017, bestätigte das Kassationsgericht das Urteil der Vorinstanz vollumfänglich. Schettino wurde unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und des vorzeitigen Verlassens des Schiffes zu einer 16-jährigen Haftstrafe verurteilt.
Direkt nach der Verkündung des endgültigen Urteils stellte sich der ehemalige Kapitän den Behörden. Francesco Schettino trat seine Strafe umgehend an und sitzt diese aktuell noch immer im Gefängnis Rebibbia in Rom ab. Während das Wrack der Costa Concordia längst verschrottet wurde, verbüßt Schettino hinter Gittern die Konsequenzen jener fatalen Nacht, die 32 Menschen das Leben kostete.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.