Die berüchtigten sieben verbotenen Wörter im US-Fernsehen

Seit Jahrzehnten sorgt eine Entscheidung der amerikanischen Bundesbehörde für Aufsehen: die sogenannten „seven dirty words“. Gemeint sind sieben englische Schimpfwörter, deren Ausspruch im regulären Fernsehprogramm – besonders tagsüber – streng verboten ist. Die Liste stammt aus einem legendären Gerichtsurteil aus dem Jahr 1978, damals bestätigte der Supreme Court, dass der Senderbetreiber im Recht war, solche Ausdrücke zu unterbinden, um die Öffentlichkeit zu schützen.

Zu den verbotenen Wörtern gehören: shit, piss, fuck, cunt, cocksucker, motherfucker und titfuck. Letzteres wird oft übersehen, aber es vervollständigt die Liste. Die Behörde FCC (Federal Communications Commission) verfolgt Verstöße gegen diese Regelung – besonders dann, wenn Kinder möglicherweise zuhören.

Interessant ist, dass es nicht um den Inhalt an sich geht, sondern um den Zeitpunkt und den Kontext. In spätabendlichen Sendungen oder auf Streaming-Plattformen sind diese Wörter längst Teil der Sprache geworden. Doch im klassischen Fernsehen, besonders zwischen 6 und 22 Uhr, gelten strenge Regeln. Wer sie missachtet, riskiert hohe Geldstrafen.

Die Debatte über diese Zensur ist bis heute nicht abgeschlossen. Kritiker sehen darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, Befürworter betonen den Schutz von Kindern und eine gewisse öffentliche Anstandsnorm. Die Liste selbst ist dabei längst zur Popkultur-Ikone geworden – nicht zuletzt dank des Comedians George Carlin, der die Wörter erstmals in einer provokanten Stand-up-Nummer aufzählte.

So bleibt die Frage: Ist eine Handvoll Wörter wirklich so gefährlich – oder zeigt diese Regel nur, wie sensibel Sprache sein kann?

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