Wie dick sollte die Fassadendämmung sein?

Wer sein Haus energetisch verbessern möchte, stellt sich schnell die Frage: Wie dick muss die Dämmung an der Fassade eigentlich sein? Die Antwort hängt stark von der bestehenden Wandkonstruktion und dem gewünschten Wärmedämmwert (U-Wert) ab. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung.

Bei einer massiven Betonwand von 25 cm Dicke liegt der aktuelle Ist-U-Wert bei etwa 3,3 W/(m²K) – das ist sehr ungedämmt. Um hier auf ein modernes Niveau zu kommen, empfiehlt sich eine Dämmstärke von rund 15 cm. Schon das verbessert den U-Wert erheblich und senkt den Heizenergiebedarf spürbar.

Anders sieht es bei einer Mauerziegelwand (ebenfalls 25 cm dick) aus. Hier liegt der Ist-U-Wert bei 1,5 W/(m²K) – schon etwas besser, aber immer noch verbesserungswürdig. Für eine wirksame Sanierung reichen oft 11 bis 14 cm Dämmstoff, je nach Material und gewünschtem Endwert.

Beliebte Dämmstoffe sind Mineralwolle, Polystyrol (z. B. EPS) oder nachwachsende Materialien wie Holzfaser. Die Wahl hängt von Budget, ökologischen Vorlieben und baulichen Gegebenheiten ab. Wichtig: Die Dämmung muss fachgerecht angebracht werden – sonst drohen Wärmebrücken oder Feuchteschäden.

Seit dem 13. Juni 2023 gibt es zudem neue Regelungen und Förderungen, die eine Fassadendämmung oft attraktiver machen. Wer sanieren will, sollte also nicht nur die Dämmstärke, sondern auch aktuelle Vorschriften und Zuschüsse im Blick behalten. Denn eine gut geplante Dämmung zahlt sich langfristig sowohl ökologisch als auch finanziell aus.

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