Probiotische Essiggurken: Das Geheimnis liegt in der Fermentation
Essiggurken gehören in vielen Küchen zum Standard, doch wer seiner Darmflora etwas Gutes tun möchte, sollte beim Kauf genauer hinschauen. Viele Menschen nehmen fälschlicherweise an, dass alle eingelegten Gurken automatisch gut für die Verdauung sind. Das ist jedoch ein Trugschluss. Herkömmliche Essiggurken aus dem Supermarkt werden meist mit erhitztem Essigsud übergossen und pasteurisiert. Durch diesen Prozess werden zwar Keime abgetötet und die Haltbarkeit verlängert, allerdings sterben dabei auch alle nützlichen Mikroorganismen. Sie enthalten somit keine lebenden Probiotika mehr.
Die echte probiotische Wirkung entfalten ausschließlich milchsauer eingelegte Gurken, auch bekannt als Salz- oder Sauerurken. Bei dieser traditionellen Methode werden die Gurken in einer einfachen Mischung aus Wasser, Salz, Kräutern und etwas Zucker vergoren. Während dieses Fermentationsprozesses vermehren sich die natürlichen Milchsäurebakterien rasant. Sie wandeln den Zucker um und verleihen den Gurken ihren typisch sauren Geschmack, ganz ohne den Zusatz von Essig.
Diese lebenden Milchsäurebakterien sind es, die das Mikrobiom im Darm aktiv unterstützen. Sie siedeln sich in der Darmflora an, verdrängen schädliche Keime und stärken so das Immunsystem sowie die gesamte Verdauung. Wer von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren möchte, sollte im Handel gezielt nach nicht pasteurisierten Salzgurken im Kühlregal suchen oder die Gurken einfach selbst fermentieren. Nur so ist garantiert, dass die wertvollen Bakterienkulturen noch am Leben sind und ihre volle Wirkung im Körper entfalten können.
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