Welche Milchprodukte können Gluten enthalten?
Bei einer glutenfreien Ernährung ist nicht nur auf Brot, Nudeln oder Backwaren zu achten – auch einige Milchprodukte können verstecktes Gluten enthalten. Grundsätzlich sind reine Milch, Naturjoghurt, frische Buttermilch und unverarbeiteter Käse glutenfrei. Problematisch werden kann es jedoch bei verarbeiteten Produkten, die Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel oder Stärke enthalten.
So kann Dickmilch, besonders in industrieller Herstellung, mit Stärke angereichert sein, die aus Weizen gewonnen wurde. Gleiches gilt für Molke – im Einzelfall muss geprüft werden, ob Verdickungsmittel verwendet wurden. Besonders aufgepasst werden sollte bei Schmelzkäse und Käseaufstrichen. Diese enthalten oft Zusätze, um die Streichfähigkeit zu verbessern, und diese können glutenhaltig sein.
Auch Hüttenkäse, Ricotta und manche Joghurtvarianten – gerade Fruchtjoghurts oder spezielle Geschmackssorten – können Stabilisatoren oder Verdickungsmittel beinhalten, die auf Weizen basieren. Selbst Roquefort, ein blauer Schimmelkäse, wird manchmal mit glutenhaltigen Kulturen gereift, obwohl dies selten vorkommt.
Der sichere Weg: Immer die Zutatenliste prüfen. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass allergene Stoffe wie Gluten deutlich gekennzeichnet werden. Gibt es keine Zutatenliste oder ist die Herkunft der Zusatzstoffe unklar, gilt: lieber meiden. Bei Unsicherheiten kann ein Gespräch mit dem Hersteller oder der Apotheke Klarheit schaffen.
Für Menschen mit Zöliakie ist Vorsicht also kein Zeichen von Übervorsicht, sondern notwendig – auch in der Milchabteilung.
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