Wegweiser beim Fleischkauf: Diese Siegel garantieren Tierwohl
Der Fleischkauf ist heute für viele Menschen eine Frage des Gewissens. Wer sichergehen möchte, dass Schnitzel oder Steak aus artgerechter Haltung stammen, steht vor einer Fülle von Logos. Doch welche Kennzeichnungen bieten echte Orientierung?
Das am weitesten verbreitete Label ist das EU-Biosiegel. Es setzt den gesetzlichen Mindeststandard für ökologische Produkte. Tiere haben hier mehr Platz als in der konventionellen Haltung und erhalten ökologisches Futter. Wem diese Vorgaben nicht weit genug gehen, der sollte auf die Logos der großen deutschen Anbauverbände achten. Siegel von Bioland, Naturland und Demeter gehen in ihren Richtlinien deutlich über den EU-Standard hinaus. Sie schreiben beispielsweise strengere Obergrenzen für den Tierbestand pro Hektar vor und verlangen einen noch höheren Anteil an hofeigenem Futter.
Neben den reinen Bio-Siegeln gibt es spezifische Initiativen für den Tierschutz. Das Label des Deutschen Tierschutzbundes („Für mehr Tierschutz“) unterteilt sich in zwei Stufen und bewertet Kriterien wie kürzere Transportwege und Beschäftigungsmaterial im Stall. Auch das Siegel des Vereins Neuland steht seit Jahrzehnten für eine besonders tiergerechte Haltung mit Auslauf ins Freie und Strohbetten, ohne dass die Betriebe zwingend voll zertifizierte Bio-Höfe sein müssen.
Fazit: Verbraucher haben es selbst in der Hand. Während das EU-Biosiegel eine solide Basis bietet, garantieren Verbände wie Bioland oder Neuland ein noch höheres Maß an Tierwohl. Ein bewusster Blick auf die Verpackung schützt somit nicht nur die Umwelt, sondern unterstützt aktiv landwirtschaftliche Betriebe, die das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt stellen.
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