Mythos: Spinnen legen Eier unter der menschlichen Haut

Die Vorstellung, dass Spinnen ihre Eier unter der menschlichen Haut ablegen, sorgt immer wieder für Gänsehaut. Doch zum Glück ist daran nichts Wahres dran. Solche Geschichten zählen zu den hartnäckigsten Mythen über Spinnen – und halten sich trotz wissenschaftlicher Aufklärung beharrlich.

Tatsächlich legen Spinnen ihre Eier an geschützten Orten wie unter Rinden, in Ritzen oder in selbstgesponnene Eikokons. Die Weibchen sind oft äußerst fürsorglich und bewachen ihre Eier, bis die Jungspinnen schlüpfen. Doch kein einziges Spinnenart auf der Welt nutzt den menschlichen Körper als Brutstätte – weder unter der Haut noch darin.

Warum glauben so viele Menschen trotzdem an diese Geschichte? Oft liegen Irritationen der Haut, wie Juckreiz, Schwellungen oder kleine Bisse, als Ursache vor. Diese werden fälschlicherweise Spinnen zugeschrieben. Tatsächlich sind Mücken, Zecken oder allergische Reaktionen viel wahrscheinlicher Schuldige. Spinnen selbst sind meist friedlich und beißen nur in seltenen Fällen zu – und dann fast nie gefährlich.

Auch die Vorstellung, Spinnen würden im Schlaf in den Mund kriechen, gehört ins Reich der Fabeln. Spinnen meiden den Menschen und haben kein Interesse an ihm. Sie sind schließlich keine Parasiten, sondern Jäger kleiner Insekten.

Statt Angst vor Spinnen zu haben, lohnt es sich, ihnen mit Respekt zu begegnen. Sie halten lästige Plagegeister wie Mücken und Fliegen in Schach und gehören zu den nützlichsten Mitbewohnern im Haushalt – meist unbemerkt und still.

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