Sport bei Bluthochdruck: Welche Sportarten Sie meiden sollten
Körperliche Aktivität ist ein hervorragendes Mittel, um einen erhöhten Blutdruck auf ganz natürliche Weise zu senken. Doch Vorsicht: Nicht jede Bewegungsform ist für Hypertoniker gesund. Während moderater Ausdauersport das Herz-Kreislauf-System stärkt, können bestimmte Sportarten den Druck in den Gefäßen gefährlich in die Höhe treiben.
Absolut ungeeignet sind Sportarten, die mit extremer Kraftanstrengung oder abrupten Belastungsspitzen verbunden sind. Dazu gehört vor allem das klassische Krafttraining mit schweren Gewichten, insbesondere wenn Übungen wie das Bankdrücken oder Kniebeugen bis zum Muskelversagen durchgeführt werden. Bei diesen intensiven Belastungen kommt es häufig zur sogenannten Pressatmung. Diese führt dazu, dass der Druck im Brustraum massiv ansteigt und der Blutdruck kurzzeitig gefährliche Spitzenwerte erreicht.
Ebenso sollten Patienten auf Wettkampfsportarten unter hohem Zeit- und Leistungsdruck verzichten. Der mentale Stress und der Ehrgeiz im Wettkampf schütten Stresshormone wie Adrenalin aus, die den Puls und den Blutdruck zusätzlich in die Höhe treiben. Überraschenderweise gehören auch vermeintlich ruhige Aktivitäten wie Kegeln oder Bowling zu den Risikofaktoren. Der Grund hierfür ist die einseitige, ruckartige Kraftanstrengung beim Wurf, kombiniert mit statischer Haltearbeit.
Auch von Kampfsportarten ist abzuraten, da die Kombination aus maximaler körperlicher Anspannung, hoher Verletzungsgefahr und dem psychischen Stress des direkten Duells eine unkalkulierbare Belastung für das Herz darstellt. Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte stattdessen auf gleichmäßige Sportarten wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen setzen und die Intensität vorab idealerweise mit einem Arzt abstimmen.
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