Welche Tomaten sollte man nicht ausgeizen?

Beim Tomatenanbau ist das Ausgeizen oft eine wichtige Maßnahme, um den Ertrag zu steigern und die Pflanze gesund zu halten. Doch nicht alle Tomatensorten profitieren davon. Schwachwüchsige Buschtomaten und Wildtomaten sollten niemals ausgegeizt werden.

Der Grund ist einfach: Diese Pflanzen bilden an allen Seitentrieben Blüten aus, die zu Früchten heranreifen. Wer hier die Triebe entfernt, verringert den Ertrag unnötig. Besonders bei Buschtomaten, die ohnehin kompakt wachsen, ist ein aufwendiges Ausgeizen nicht nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv.

Ähnlich verhält es sich bei vielen Cocktail- und Cherrytomaten. Viele dieser kleinfrüchtigen Sorten eignen sich gut für einen natürlichen, buschigen Wuchs. Sie können problemlos wuchern gelassen oder mit mehreren Haupttrieben gezogen werden. Das schafft nicht nur ein üppiges Bild, sondern sorgt oft auch für eine reichere Ernte.

Wenn du unsicher bist, lohnt ein Blick auf die Sortenbezeichnung oder die Aussaatangaben: Busch- oder Strauchtomaten brauchen meist keine manuelle Eingriffe. Bei starkwüchsigen Stabtomaten hingegen – besonders im Gewächshaus – ist regelmäßiges Ausgeizen nach wie vor sinnvoll, um das Wachstum zu lenken und die Fruchtbildung zu fördern.

Merke: Nicht jede Tomate will gezähmt werden. Manchmal bringt der natürliche Wuchs einfach die besten Ergebnisse.

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