Vitaminmangel bei Leberzirrhose: Worauf es ankommt

Bei Leberzirrhose leidet nicht nur die Leber – der gesamte Stoffwechsel kann aus dem Gleichgewicht geraten. Eine gesunde Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle, denn viele Nährstoffe werden aufgrund der geschwächten Leberfunktion schlechter aufgenommen oder verarbeitet.

Besonders häufig kommt es zu einem Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sind oft betroffen, da ihre Speicherung und Umwandlung in der Leber stattfindet. Bei fortgeschrittener Zirrhose kann die Leber diese Vitamine nicht mehr ausreichend speichern oder aktivieren, was zu gesundheitlichen Problemen wie Muskelschwäche, erhöhter Blutungsneigung oder Knochenschwund führen kann.

Auch die B-Vitamine wie B1 (Thiamin), B2, B6 und B12 sowie Folsäure sind häufig reduziert. Ein Mangel hieran kann sich unter anderem in Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Nervenproblemen zeigen. Besonders Vitamin B1 ist bei alkoholbedingter Leberzirrhose oft stark vermindert und kann unbehandelt zu schwerwiegenden neurologischen Störungen führen.

Zusätzlich können Mineralstoffe wie Zink, Eisen, Calcium und Kalium im Blut zu niedrig sein. Zinkmangel beispielsweise wird oft mit Hautproblemen und verminderter Wundheilung in Verbindung gebracht, während Kaliummangel zu Muskelkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen führen kann.

Die gezielte Anpassung der Ernährung und gegebenenfalls die Einnahme von Nahrungsergänzungen unter ärztlicher Kontrolle helfen, solche Mängel auszugleichen. Wer an Leberzirrhose leidet, sollte daher regelmäßig Blutwerte kontrollieren lassen und sich von Ernährungsspezialisten beraten lassen – zum Beispiel im Rahmen eines Programms wie dem des CIO Bonn, das ganzheitliche Unterstützung anbietet.

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