Die „groß“-Wörter in der deutschen Sprache

Im Deutschen werden Substantive grundsätzlich großgeschrieben – das weiß jeder, der die Basics beherrscht. Doch besonders interessant wird es bei Wörtern, die mit „groß“ beginnen. Diese Begriffe bezeichnen meist Verwandtschaftsbeziehungen über mehrere Generationen hinweg.

So finden wir Ausdrücke wie Großvater und Großmutter, die für die Eltern der eigenen Eltern stehen. Ihre Kinder sind die Eltern, die wiederum eigene Kinder haben – diese nennt man Enkel. Und wenn Enkel eigene Kinder bekommen, heißen diese Großkinder – eine schöne, wenn auch etwas seltene Formulierung. Etwas häufiger sind Begriffe wie Großnichte oder Großneffe, also die Kinder der Nichte oder des Neffen.

Interessant ist auch die Schreibweise: Obwohl „groß“ als eigenes Wort klein geschrieben wird, wird es in zusammengesetzten Substantiven großgeschrieben, wenn es am Anfang steht – wie bei Großmama oder Großpapa. In der Schweiz sagt man oft „Grossmama“, da dort die Schreibweise „ss“ anstelle von „ß“ üblich ist.

Weitere Beispiele sind Großonkel (der Bruder der Großeltern) oder Großtante. Auch zusammengesetzte Begriffe wie Großfamilie oder Großenkel gehören dazu. Letzterer bezeichnet das Kind eines Enkels – also die dritte Generation.

Die Liste zeigt: Die deutsche Sprache hat viele nuancenreiche Wörter, um familiäre Beziehungen präzise auszudrücken. Und dank der großen Anfangsbuchstaben bleibt alles gut lesbar – und ordentlich.

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