Wie man einem Hund das Apportieren beibringt

Es ist ein klassisches Bild: Der Hund soll etwas bringen – doch statt es zurückzubringen, bleibt er stehen, schaut verdutzt oder rennt fröhlich weg. Viele Hundebesitzer kennen diese Situation. Das Apportieren ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Fähigkeit, die Schritt für Schritt erlernt werden muss.

Wichtig ist der richtige Stand: Stellen Sie sich nicht frontal zum Hund, sondern leicht seitlich. Ein direkter, frontal stehender Mensch kann für den Hund manchmal wie eine Barriere wirken – er fühlt sich unsicher oder blockiert. Besser: in die Hocke gehen, lächeln und locken. So wirken Sie einladend und weniger bedrohlich.

Vermeiden Sie es, zu früh nach dem Dummy zu greifen.

Denn das kann den Hund verunsichern oder gar zum Spiel „Hut und Ball“ verleiten – er zieht sich lieber zurück, statt zu geben. Warten Sie ab, bis er nahe ist, und loben Sie ihn dann großzügig, wenn er das Objekt wirklich übergibt. Ein freundliches Wort, ein Leckerli oder ein Spielzeug reichen oft schon aus, um die richtige Handlung zu belohnen.

Der Schlüssel zum Erfolg ist das kleinschrittige Training. Beginnen Sie damit, dass der Hund das Objekt nur aufhebt – schon das ist ein Fortschritt. Dann werfen Sie es nur kurz, damit er es schnell zurückbringen kann. Mit der Zeit wird er das Spiel verstehen und Freude daran finden.

Apportieren ist mehr als ein Trick – es stärkt die Bindung und fördert die geistige Auslastung. Mit Geduld, ruhiger Körpersprache und positiver Bestärkung klappt es meist bald.

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