Wie ein Schlaganfall im Ohr bemerkt werden kann

Ein plötzlicher Hörverlust im Ohr kann ein ernsthaftes Warnzeichen sein – nicht selten handelt es sich dann um einen sogenannten Hörsturz, der medizinisch auch als Innenohrschlag bezeichnet wird. Ähnlich wie ein Schlaganfall im Gehirn entsteht dieser durch eine Durchblutungsstörung, diesmal aber im Innenohr. Er tritt meist schlagartig auf und betrifft vor allem ein Ohr.

Die Symptome sind oft typisch: Betroffene bemerken plötzlich ein starkes Druckgefühl, als läge Watte im Ohr. Dazu kommt häufig ein Tinnitus – ein anhaltendes Summen, Pfeifen oder Rauschen – und ein deutlicher Rückgang der Hörfähigkeit. Manche Menschen leiden zusätzlich unter Schwindel, da das Gleichgewichtsorgan im Innenohr eng mit dem Hörorgan verbunden ist.

Wichtig ist: Ein Hörsturz ist kein Bagatellding. Er kann auf eine ernsthafte Durchblutungsstörung hinweisen, die auch das Gehirn betreffen könnte. Deshalb gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Heilungschancen. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden – idealerweise ein HNO-Spezialist.

In manchen Fällen kündigt sich der Hörsturz bereits vorab an. Leichter Ohrendruck oder kurzzeitige Ohrgeräusche können Warnsignale sein, auf die man achten sollte. Stress, Durchblutungsprobleme und hoher Blutdruck gelten als Risikofaktoren.

Wer plötzlich schlechter hört oder das Gefühl hat, das Ohr sei „zugestopft“, sollte nicht abwarten. Schnelles Handeln kann die Hörfähigkeit retten – und möglicherweise sogar einen schweren Schlaganfall verhindern.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen