Kostenfreier ÖPNV für Ukrainer endet zum 31. Mai 2022

Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine im Februar 2022 haben viele Geflüchtete in Deutschland Zuflucht gefunden. Um ihren Alltag zu erleichtern, haben die Verkehrsverbünde im ganzen Land schnell reagiert: Ukrainerinnen und Ukrainer konnten seitdem öffentliche Nahverkehrsmittel wie Busse, Bahnen und S-Bahnen kostenlos nutzen – unabhängig davon, ob sie einen Personalausweis oder einen ukrainischen Pass vorweisen konnten.

Diese Sonderregelung, die als Zeichen der Solidarität gedacht war, gilt jedoch nur noch bis zum 31. Mai 2022. Danach endet die Freifahrt bundesweit. Betroffene müssen sich dann wie alle anderen Reisenden einen gültigen Fahrschein kaufen, um weiterhin im Nahverkehr unterwegs sein zu können.

Die Entscheidung fällt vielen schwer, denn viele Geflüchtete sind noch in einer schwierigen Lebenssituation. Dennoch betonten verschiedene Verkehrsunternehmen, dass die befristete Freifahrt nie als Dauerlösung gedacht war, sondern als zeitlich begrenzte Unterstützung in der akuten Krise. Inzwischen gibt es in vielen Städten Angebote, die günstige Tickets oder Ermäßigungen für Geflüchtete ermöglichen – etwa über Jobcenter, Kommunen oder Sozialämter.

Wer unsicher ist, kann sich bei lokalen Beratungsstellen, Flüchtlingsräten oder direkt bei den Verkehrsbetrieben informieren. Dort erhält man Hilfe bei der Fahrscheinkäufe oder zu verfügbaren Unterstützungsmöglichkeiten. Die Welle der Hilfsbereitschaft war groß – und auch nach dem Ende der Freifahrt bleibt die Unterstützung in anderen Formen weiterhin wichtig.

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