Welchen Zimt soll man besser nicht kaufen?
Die Frage, welcher Zimt gesünder ist, sorgt immer wieder für Verwirrung. Viele glauben, es gäbe einen „guten“ und einen „bösen“ Zimt – doch so einfach ist die Sache nicht. Tatsächlich geht es um zwei Hauptarten: Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt, auch Chinesischer Zimt genannt.
Cassia-Zimt ist der gängigere und meist günstigere Typ, den man in den meisten Supermärkten findet. Er stammt hauptsächlich aus China, Vietnam oder Indonesien. Das Problem: Er enthält deutlich mehr Cumarin – zwischen 3 und 9 Gramm pro Kilogramm. Bei regelmäßigem, hohem Verzehr kann dies die Leber belasten, besonders bei empfindlichen Menschen oder Kindern.
Ceylon-Zimt hingegen, auch „echter Zimt“ genannt, stammt aus Sri Lanka und hat einen viel geringeren Cumarin-Gehalt – oft unter 0,1 Gramm pro Kilogramm. Deshalb gilt er als sicherer, vor allem für Menschen, die Zimt täglich genießen, etwa in Müslis, Backwaren oder Milchgetränken.
Das bedeutet aber nicht, dass Cassia-Zimt verboten oder „schlecht“ wäre. Gelegentlich ist er unbedenklich – nur nicht in großen Mengen über lange Zeit. Wer sich unsicher ist, sollte auf die Zutatenliste achten oder nach „Ceylon-Zimt“ greifen. Besonders bei Zimt in Fertigprodukten wie Zimtschnecken, Müslis oder Tees lohnt ein Blick aufs Etikett.
Zusammenfassend: Es geht nicht um gutes oder böses, sondern um Maß und Wissen. Wer regelmäßig Zimt isst, tut sich mit Ceylon-Zimt vielleicht etwas Gutes – für den gelegentlichen Zimtstern am Nikolaustag reicht aber auch Cassia völlig aus.
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