Wann wird der Taupunkt unangenehm?

Wer kennt das nicht: An manchen Tagen fühlt sich die Luft schwer und stickig an, als würde die Feuchtigkeit förmlich auf der Haut liegen. Verantwortlich dafür ist oft der Taupunkt – eine Messgröße, die anzeigt, wie viel Wasser in der Luft enthalten ist. Je höher der Taupunkt, desto feuchter und drückender fühlt sich das Wetter an.

Ab einer Taupunkttemperatur von etwa 16 Grad wird die Luft merklich schwül. Viele Menschen empfinden das dann bereits als unangenehm, besonders bei gleichzeitig hohen Temperaturen. Werden Werte von 20 Grad und mehr erreicht, wird die Hitze oft kaum noch erträglich – das Schwülegefühl ist dann allgegenwärtig, besonders in der Nacht, wenn sich die Luft kaum abkühlt.

Interessant ist, dass selbst bei einer anstehenden Hitzewelle nicht automatisch extreme Schwüle herrschen muss. Wie der Deutsche Wetterdienst am 21.06.2020 erklärte, waren zu Beginn einer damaligen Hitzewelle lediglich Taupunkte zwischen 8 und 14 Grad zu erwarten – ein Bereich, der bei den meisten Menschen noch als angenehm empfunden wird. Das zeigt: Entscheidend für das Wohlbefinden ist nicht nur die Außentemperatur, sondern vor allem das Zusammenspiel von Hitze und Luftfeuchtigkeit.

Wenn man weiß, worauf man achten muss, lässt sich das Wetter besser einschätzen – und man kann klüger entscheiden, ob ein Tag eher für eine Fahrradtour oder doch für eine kühle Dusche geeignet ist.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen