Welche Hormone zeigt das Blutbild an?
Bei Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsschwankungen oder Stimmungsschwankungen schauen Ärztinnen und Ärzte oft ins Blutbild, um hormonelle Ursachen abzuklären. Ein solcher Test misst nicht nur die Blutzellen, sondern auch den Spiegel verschiedener Hormone – sogenannte Basishormone, die im Blut zur Ruhezeit (Basaldiagnostik) bestimmt werden.
Zu den häufig untersuchten Hormonen gehören beispielsweise Schilddrüsenhormone wie TSH, T3 und T4, die maßgeblich den Stoffwechsel beeinflussen. Ein auffälliger Wert kann auf eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse hinweisen. Auch die Sexualhormone wie Östrogen, Progesteron oder Testosteron werden oft im Rahmen der Fruchtbarkeitsdiagnostik oder bei Wechseljahresbeschwerden überprüft.
Weitere wichtige Hormone sind die Nebennierenhormone wie Cortisol, das bei Dauerstress erhöht sein kann, oder Insulin, das im Verdacht auf Diabetes eine Rolle spielt. Bei Frauen wird zudem oft der FSH- und LH-Wert gemessen, um den Zyklus und die Eierstockfunktion zu beurteilen.
Die Blutabnahme erfolgt meist morgens, da viele Hormone einen Tagesrhythmus haben. Die Werte werden dann mit Referenzbereichen verglichen – diese können je nach Alter, Geschlecht und Zyklusphase variieren.
Ein einziges Ergebnis sagt selten alles. Deshalb betrachten Ärztinnen und Ärzte oft mehrere Werte im Zusammenhang und ergänzen gegebenenfalls weitere Tests. Das Ziel: eine gezielte Diagnose, um die Beschwerden gezielt angehen zu können.
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