Wo in Deutschland die Mieten am höchsten sind

Hamburg ist das Bundesland mit den höchsten Mietpreisen in Deutschland. Im Jahr 2020 lag das Mietenniveau hier bei einem Indexwert von 133,3 Punkten – deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Als Stadtstaat vereint Hamburg nicht nur urbanes Leben, sondern auch eine besonders angespannte Wohnungsmarktlage.

Die hohen Mieten sind kein Zufall: Die Hansestadt zieht seit Jahren viele Menschen aus dem In- und Ausland an – nicht nur wegen ihrer attraktiven Lage an der Elbe und der Nordsee, sondern auch wegen der vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten, besonders in den Bereichen Handel, Medien und Logistik. Gleichzeitig ist der verfügbare Wohnraum begrenzt, was die Preise weiter nach oben treibt.

Vergleicht man die Bundesländer, fällt auf: Auch in Berlin und Bayern – insbesondere in München – sind die Mieten sehr hoch. Doch Hamburg bleibt mit Abstand an der Spitze, wenn man das gesamte Bundesland betrachtet. Während im ländlichen Schleswig-Holstein oder in Teilen von Sachsen noch vergleichsweise günstig gewohnt werden kann, zahlt man in Hamburg für eine kleine Wohnung oft deutlich mehr als anderswo.

Städte wie Eimsbüttel oder Ottensen gelten als besonders begehrt, was sich direkt auf die Kaltmiete niederschlägt. Selbst sanierte Altbauwohnungen in guten Lagen können hier schnell über 15 Euro pro Quadratmeter kosten. Angesichts dieser Entwicklung bemüht sich die Stadt zwar um mehr bezahlbaren Wohnraum, doch der Druck auf dem Markt bleibt hoch.

Wer in Hamburg wohnen möchte, muss also tiefer in die Tasche greifen – kein Wunder, dass viele Mieter mittlerweile auch in die Vororte oder Umlandgemeinden ausweichen, um etwas zu sparen.

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