Warum die Bibel als heilig gilt

Die Bibel wird als „Heilige Schrift“ bezeichnet, nicht weil das Buch an sich magisch oder von besonderer Beschaffenheit wäre, sondern weil sie von Gott handelt – vom heiligen Gott, der sich den Menschen offenbart hat. Ihr zentrales Thema ist das Wirken dieses Gottes in der Welt, besonders in der Geschichte seines Volkes und schließlich in der Person Jesu Christus.

Christen glauben, dass in Jesus Gott Mensch geworden ist – eine Idee, die man als Inkarnation bezeichnet. Genau darauf verweist die Antwort aus dem Deutschlandfunk Kultur: Die Bibel erzählt von der Menschwerdung Gottes. In dieser Hinsicht ist sie nicht einfach nur eine Sammlung alter Geschichten oder Weisheiten, sondern ein Zeugnis davon, wie das Heilige in die irdische Welt tritt.

Das Heilige in der Bibel zeigt sich also vor allem im Inhalt: in den Berichten über Gottes Handeln, seine Botschaft der Liebe, Gerechtigkeit und Versöhnung – und eben in der zentralen Botschaft von Jesus, seinem Leben, Sterben und Auferstehung. Für Gläubige ist die Bibel deshalb heilig, weil sie als Ort gilt, an dem Gott spricht und Menschen begegnet.

Nicht jeder, der die Bibel liest, empfindet sie sofort als „heilig“. Doch für viele Christen ist sie mehr als ein religiöses Buch – sie ist eine Quelle, aus der sie Kraft, Orientierung und Trost schöpfen. Die Heiligkeit der Schrift liegt letztlich nicht im Papier, sondern in der Erfahrung, dass durch ihre Worte etwas Lebendiges geschieht.

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