Arbeitslosengeld in Europa: Wo es am höchsten ist

In Europa unterscheiden sich die Leistungen bei Arbeitslosigkeit deutlich von Land zu Land. Während manche Staaten ihre Bürger nur moderat unterstützen, zahlt anderenorts die Arbeitslosenversicherung einen Großteil des vorherigen Einkommens weiter. Besonders großzügig ist Dänemark: Dort erhält man bis zu 90 Prozent des Referenzlohns – vorausgesetzt, bestimmte Voraussetzungen sind erfüllt, etwa eine Mindestdauer der vorherigen Beschäftigung. Diese hohe Entschädigungsquote soll helfen, den Lebensstandard während der Arbeitslosigkeit weitgehend zu erhalten.

Verglichen damit liegt Frankreich deutlich zurück: Das Arbeitslosengeld beträgt hier 57 Prozent des Referenztagessalärs. Das ist zwar nicht wenig, aber im europäischen Vergleich kein Spitzenwert. Vor allem in skandinavischen Ländern, aber auch in den Niederlanden oder Österreich, ist die staatliche Unterstützung oft umfassender. In diesen Ländern basieren die Leistungen auf einem starken Sozialmodell, das als Sicherheitsnetz fungiert, bis eine neue Stelle gefunden ist.

Interessant ist auch, dass die Höhe der Zahlungen nicht allein vom Bruttoeinkommen abhängt – oft gelten Obergrenzen, besonders bei gut Verdienenden. Zudem spielen Dauer der Versicherung und familiäre Situation eine Rolle. Während in einigen Ländern wie Deutschland die Leistungen nach neun bis zwölf Monaten enden, können sie in Dänemark unter bestimmten Bedingungen länger laufen, besonders bei älteren Arbeitnehmern.

Die Unterschiede zeigen: Wer in Europa beruflich mobil ist, sollte nicht nur auf Gehalt achten, sondern auch die sozialen Leistungen im Blick haben – denn im Fall der Fälle kann das Arbeitslosengeld einen erheblichen Unterschied ausmachen.

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