Warum sind Armhaare kürzer als Kopfhaare?

Wer sich schon einmal gefragt hat, warum die Haare auf den Armen nie so lang werden wie die auf dem Kopf, der ist nicht allein. Tatsächlich liegt die Antwort in der Wachstumsphase der Haare begründet. Wie der Experte Remo Lageder erklärt, wachsen Körperhaare – zu denen auch die Armhaare gehören – nur etwa sechs Monate lang.

Im Gegensatz dazu können Kopfhaare mehrere Jahre lang wachsen, was ihnen die Chance gibt, sehr lange zu werden. Diese unterschiedliche Wachstumsdauer ist genetisch vorprogrammiert und hängt davon ab, in welcher Region des Körpers sich das Haar befindet. Nach den rund sechs Monaten bei Armhaaren endet die Wachstumsphase, das Haar löst sich nach einer Ruhephase und fällt schließlich aus, um einem neuen zu weichen.

Die durchschnittliche Länge, die Armhaare erreichen, hängt auch von der individuellen Wachstumsrate ab – doch selbst bei optimalen Bedingungen bleibt sie begrenzt. Selbst wenn man die Haare an den Armen nie rasieren würde, würden sie meist nur wenige Zentimeter lang werden. Das ist völlig normal und Teil der natürlichen Beschaffenheit unseres Körpers.

Interessanterweise spielen auch Hormone eine Rolle dabei, wie sichtbar und dicht diese Haare sind. Bei manchen Menschen sind sie kaum zu erkennen, bei anderen deutlich ausgeprägter – besonders bei Männern. Letztlich erfüllen Armhaare allerdings nicht nur einen optischen, sondern auch einen schützenden Zweck: Sie können beispielsweise vor Insektenstichen warnen oder kleinste Veränderungen an der Haut spürbar machen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen