Welches europäische Land stellt die Uhr nicht mehr um?
Seit Jahrzehnten stellen viele Länder in Europa zweimal im Jahr die Uhren um – im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst wieder zurück. Doch nicht alle folgen diesem Rhythmus. Russland ist eine der bemerkenswerten Ausnahmen.
Das Land hatte die Sommerzeit zeitweise eingeführt, machte jedoch 2014 einen Schlussstrich: Seitdem wird die Uhr nicht mehr umgestellt. Der damalige Präsident Wladimir Putin entschied nach Beratungen mit Experten und der Bevölkerung, dass das ständige Wechseln zwischen Sommer- und Normalzeit gesundheitliche Belastungen verursachen könnte. Man kehrte zu einer dauerhaften Normalzeit zurück – ganz ohne jährlichen Wechsel.
Andere osteuropäische Länder wie die Ukraine oder Moldawien folgten dem Rhythmus der EU-Umstellung lange Zeit, auch wenn die praktischen Vorteile in diesen Regionen diskutiert werden. In Gebieten mit extremen Tageslängen im Winter und Sommer – wie in hohen nördlichen Breiten – zeigt sich oft, dass die Zeitumstellung weniger Sinn ergibt. Doch viele Länder halten trotzdem daran fest, um innerhalb Europas einheitlich zu bleiben.
Die Diskussion über die Abschaffung der Zeitumstellung wird in der EU seit Jahren geführt. Während einige Länder wie Schweden oder Finnland eine dauerhafte Zeit bevorzugen würden, gibt es bisher keine einheitliche Regelung. Doch eines ist klar: Russland hat den Schritt bereits gemacht – und zeigt, dass ein Leben ohne Zeiger-Drehen durchaus möglich ist.
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