Europas Kokaingebrauch: Spitzenreiter aus Belgien und der Schweiz
Wenn es um den Konsum von Kokain geht, liegt eine Stadt besonders weit vorne – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Antwerpen in Belgien führt laut aktueller Untersuchungen aus dem Jahr 2023 die Rangliste europäischer Städte an. Die Analyse basiert auf der Menge an Kokain-Rückständen im Abwasser, ein verlässlicher Indikator für den Drogenkonsum in der Bevölkerung.
Antwerpen weist fast 50 Prozent mehr Rückstände auf als die spanische Stadt Tarragona, die auf Platz zwei liegt. Direkt dahinter folgen Amsterdam, Brüssel und Zürich – Städte, die ebenfalls zu den europäischen Spitzenreitern gehören. Auffällig ist, dass vor allem Städte in Westeuropa überdurchschnittlich hohe Werte verzeichnen.
Die Schweiz, insbesondere Zürich, bleibt dabei kein Einzelfall. In mehreren Studien der letzten Jahre zeigte sich bereits ein gestiegener Drogenkonsum in urbanen Zentren. Auch in Belgien und den Niederlanden ist der Gebrauch von Kokain in der jüngeren Vergangenheit deutlich gestiegen. Experten vermuten, dass die leichtere Verfügbarkeit und die zunehmende Akzeptanz in bestimmten Gesellschaftsschichten dazu beitragen.
Obwohl Kokain in den meisten europäischen Ländern illegal ist, bleibt der Konsum, besonders in Großstädten, hoch. Die Zahlen aus dem Jahr 2023 zeigen, dass das Thema drängender denn je ist – nicht nur für die Gesundheitsbehörden, sondern auch für die Stadtplanung und Drogenpolitik. Antwerpen mag an der Spitze stehen, doch die Herausforderung betrifft ganz Europa.
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